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Review: Der 80-20 Entscheider – der Königsweg zur Effektivität und persönlichen Freiheit – von Richard Koch

Autor: Luka Dobec am 15.08.2014

Die wichtigsten Punkte des Buches:

  • 80/20 Entscheider sind auf Ergebnisse fokussiert und den schnellsten bzw. effizientesten Weg dahin
  • Ein grosses Netzwerk an (flüchtigen) Bekannten ist wichtig für berufliches Weiterkommen
  • Als 80/20 Entscheider werden sie für ihr Umfeld schnell zum Mentor
  • Sie wissen, wo die „Leverage“-Punkte sind
  • 80/20 Entscheider gehen effizient und effektiv mit ihrer Zeit um
  • 80/20 Entscheider reduzieren Dinge auf das Wesentliche
  • 80/20 Entscheider planen und visualisieren, bevor sie handeln

Richard Koch beschreibt in seinem Buch den grossen Traum vieler Leute – viel erreichen mit wenig Aufwand. Natürlich ist dies nicht immer und in jedem Umfeld ganz so einfach, doch Koch leistet sicherlich Denkanstoss, um Stress und Überstunden zu minimieren.

Erfolg basiert nicht NUR auf harter Arbeit – hier lehnt sich Koch an das Pareto Prinzip (http://de.wikipedia.org/wiki/Paretoprinzip) an – denn Vier Fünftel aller Arbeit, die du machst ist „Zeitverschwendung“. Das ewige Mantra von der harten Arbeit scheint überholt – Angestellte fühlen sich wie im Hamsterrad gefangen im ewigen Trott des Arbeitsalltags. Abhilfe soll hier laut Koch die Implementierung des Pareto-Prinzips sein. Vilfredo Pareto hat bereits im 19. Jahrhundert herausgefunden, dass etwa 20 Prozent der Ursachen zu 80 Prozent der Ergebnisse führen. Ein Beispiel für dies wäre etwa, dass 20 Prozent der Bevölkerung unseres Planeten 80% des Vermögens besitzt. Ein anderes Beispiel wäre die Bevölkerungsverteilung Grossbritanniens, wo 80% der Bevölkerung in den 20 grössten Städten leben.

Bezogen auf die Privatwirtschaft bedeutet dies laut Koch, dass nur wenige Manager für das Wohlbefinden des Unternehmens verantwortlich sind.

„Erst wenn wir verstanden haben, dass auf der Welt ein ständiges Ungleichgewicht herrscht, können wir es uns zunutze machen.“

Richtige 80/20 Manager kümmern sich um das Wesentliche und lassen volle E-Mail Postfächer vorerst virtuell „verstauben“.

Das vielleicht stärkste Beispiel in Koch’s Erklärungen ist der stets beliebte Steve Jobs: nach seiner Rückkehr zu Apple strich er 70 Prozent des Portfolios und konzentrierte sich lediglich auf den Kern, die 30 Prozent, welche den grössten Umsatz brachten. Auch beim iPod beschränkte sich der Inhalt auf die 20 Prozent, welche tatsächlich auch benutzt werden. Dies hielt natürlich auch beim iPhone (wer liest diesen Blogpost auf dem iPhone? – siehst du, 80/20 wirkt) Einzug und Apple feierte trotz des hohen Preises riesige Erfolge mit dem iPhone.

Für kleinere Unternehmen empfiehlt Koch, dass man sich auf die 20 Prozent der wichtigsten und umsatzstärksten Kunden fokussieren soll, denn wenn man allen Fokus verwendet, um diese zu binden und zufrieden zu stellen, kann man bald schon erwarten in die Top 20% aufzusteigen.

Neben der Erklärung über den Hintergrund und berühmte „80/20er“, gibt er uns Lesern auch 10 verschiedene Wege oder Philosophien, denen wir folgen können, um selber effiziente Entscheider zu werden:

1. Der investigative Entscheider

  • Gibt sich nie mit dem Durchschnitt zufrieden; orientiert sich an unglaublichen, fast unrealistischen Erfolgen; pusht die 20% Produkte in den Himmel

2. Der kommunikative Entscheider

  • Der „Ultraconnector“ – ganz nach dem amerikanischen Prinzip, jeder ist dein Freund und potenzieller Kunde; der kommunikative Entscheider schaut über den Tellerrand und versucht mit jeder Person zu networken

3. Entscheider und Mentor in einer Person

  • Dieser Typ Entscheider respektiert seine Mitarbeiter als Personen und ist ehrlich und transparent; ernst gemeintes Lob und interessierte Nachfrage über die Person gehört dazu; gute Lektüre hierzu: „How to win friends and influence people“ von Dale Carnegie

4. Der Entscheider, der den Hebel an der richtigen Stelle ansetzt

  • Arbeite mit Hingabe, dein Unterbewusstsein wird dir bei der Lösung helfen; visualisiere deinen Erfolg; modifiziere Geschäftsideen aus anderen Bereichen in deinem Bereich oder in deinem Land; delegiere alle unwichtigen Entscheidungen, kümmere dich um die wichtigen 10 Prozent; Hab Vertrauen und arbeite stets mit den Besten; setze so viel Kapital wie möglich ein, wenn dir eine Idee Erfolg verspricht

5. Der Entscheider, der Freiräume schafft

  • Beende die Arbeitsstimmung von Repression und Kontrolle; wenn du den Mitarbeitern Freiräume gewährst, dann werden die Guten aufblühen und die Schlechten werden entlassen

6. Der Entscheider auf der Suche nach Bedeutung

  • Dein Job muss dich reizen – ohne Leidenschaft ist es schwer, ein Leader zu werden; zu jeder Pfanne gehört ein Deckel – du musst dich finden

7. Der Entscheider, für den Zeit keine Rolle spielt

  • Erfolgreiche Leute konzentrieren sich auf Resultate statt auf Zeit; kürzere Arbeitszeit kann oft zu besseren Erfolgen führen (Parkinsons Law); Priorisiere pro Tag nur eine einzige Aufgabe

8. Der Entscheider, der die Dinge einfacher macht

  • Statt Sachen komplizierter zu machen, macht dieser Typ des Entscheiders alles transparenter; Schwimm gegen den Strom, verstehe das „Big-Picture“

9. Der faule Entscheider

  • Viele faule Leute sind sehr erfolgreich, denn dank ihrer Faulheit bleibt ihnen nur wenig Zeit, die sie dann zwingend auf die wichtigsten 20 Prozent einsetzen müssen

10. Der strategische Entscheider

  • Der Archetyp des strategischen Entscheiders ist der wahre Gewinner unter den Entscheidern – er lässt sich Zeit, ein Modell im Kopf zu entwickeln, von wo aus er dann eine Strategie plant; der Strateg schätzt oft Zusammenarbeit und kostensparende Modelle

 

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