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Review: Der Allesverkäufer – Jeff Bezos und das Imperium von Amazon (von Brad Stone)

Autor: Luka Dobec am 17.08.2014

Die wichtigsten Punkte des Buches:

  • Jeff Bezos hatte ein gutes familiäres Umfeld, seine Talente wurden immer gefördert
  • Als junger Mann arbeitete er an der Wall-Street – bereits zu dieser Zeit war er von der Idee des allesverkaufenden Shops angetan
  • Sein Aufstieg ging Hand in Hand mit dem Aufstieg des Internets
  • Amazon startete als Online-Buchhändler
  • Stück für Stück wurde das Sortiment erweitert, was zu Rekordwachstum, aber auch zu Verlusten führte
  • Das Platzen der Internetblase war ein Problem für Amazon
  • Die wichtigsten Punkte des Amazon-Systems sind die extrem gute Logistik und technologische Innovationen
  • Kindle und niedrige Preise machten Amazon zum grossen Feind vieler Buchhändler
  • Bezos ist eine kontroverse Figur aufgrund seines Führungsstils

Dem Wunderkind Jeff Bezos wurde seine Hochbegabung schon von klein auf klar gemacht. Das temperamentvolle Kind erwies sich schnell als intelligent, talentiert und diszipliniert. So verwundert auch nicht, dass er in Princeton studierte, an der Wall Street arbeitete und den Aufstieg des Internets für seinen Erfolg nutzte.

Eine seiner Lieblingsideen war jedoch der Laden für alles – als Kernprodukt entschied sich Bezos für Bücher, welche ein gutes Marktumfeld zeigten: nur zwei grosse Distributoren konkurrierten mit ihm in den USA und über 3 Millionen Bücher existieren weltweit.

„Die Idee zum Unternehmen Amazon wurde 1994 im 39. Stock eines Wolkenkratzers in Midtown Manhattan geboren. Fast 20 Jahre später beschäftigt das aus dieser Idee entstandene Unternehmen über 90‘000 Menschen und hat sich zu einer der bekanntesten Firmen der Welt entwickelt.“

Aus Steuergründen zog Bezos nach Seattle und baute seine Garage zum Headquarter des neuen Unternehmens um. 100‘000 Dollar Startkapital erlangte er durch seine Eltern. Bereits 1995 erreichte Bezos seinen ersten Boom, auch wegen technischer Innovationen wie dem Warenkorb oder Kreditkartenzahlungen. 1998 startete Amazon auch mit dem Verkauf von CDs bzw. später auch DVDs.

Bezos machte keine halben Sachen und investierte grosse Summen in die Akquisition von neuen Märkten, neuen Kunden und neuen Unternehmen. Amazon hat seine Konkurrenten national und international in Windeseile überholt.

Ein weiterer, erwähnenswerter Coup von Bezos war die Investition in ein Start-Up namens Google, an dem er mittlerweile wohl im 8-stelligen Bereich verdient hat.

Die grössten Schwierigkeiten für ihn und das Unternehmen zeigten sich in den Jahren 2000 und 2001 – die sogenannte Dotcom-Blase (http://de.wikipedia.org/wiki/Dotcom-Blase). Ein allgemeiner Niedergang von Internet-basierenden Unternehmen zeigte auch seine Spuren bei Amazon, welches an der Börse starke Verluste einfahren musste. Amazon fasste sich jedoch, strich grosse Teile der Werbung und fokussierte sich auf Preise und Kundenservice, was sicherlich zentral für das Überleben des Unternehmens war.

„Der Umstand, dass Amazon seine Produkte effizient verschickte und dem Kunden auch noch die genaue Lieferzeit nennen konnte, verschaffte dem Unternehmen einen beträchtlichen Wettbewerbsvorteil.“

Obwohl Amazon neben Google und eBay relativ langweilig aussah in den 2000er Jahren, liess sich Bezos auch von diesem Problem nicht beirren. Die wohl grösste Innovation der vergangenen Jahre war der sogenannte Kindle-Reader – durch das digitale Format der Bücher konnte das Geschäft zu Gunsten von Amazon verändert werden:

„Letztendlich kam Bezos zu dem Schluss, dass Amazon, wollte das Unternehmen als Buchhändler im neuen digitalen Zeitalter florieren, das E-Book-Business im selben Mass beherrschen musste, wie Apple das Musikbusiness dominierte“

Bezos Strategie funktioniert – aggressive Expansion, konstante technische Innovation, (fast) perfekte Logistik. In Zukunft wird interessant sein zu beobachten, ob Bezos Plan, Obst und Gemüse weltweit am Tag der Bestellung zu liefern, aufgehen wird – denn laut ihm ist Amazon immer noch in der Startphase.

 

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