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7 Tipps gegen das ständige Aufschieben von Pflichten

Autor: Luka Dobec am 15.10.2014

Wenn du diesen Artikel liest, ist die Chance ziemlich gross, dass auch du an einem Punkt in deinem Leben mit dem Problem des Aufschiebens gekämpft hast. Wer kennt es nicht – wir wissen ganz genau, dass wir einen Auftrag erledigen sollten, aber stattdessen machen wir so ziemlich alles andere?

Das Aufschieben von Aufgaben bis zur letzten Minute kann einen schlechten Einfluss auf den beruflichen und privaten Erfolg haben. Oft geschieht es, dass man deswegen eine deutlich schwächere Leistung an den Tag legt, als man es könnte. Es gibt verschiedene Gründe für das „Prokrastinieren“, wie das Aufschieben auch genannt wird. Dazu zählen Stress, Überlastung, Faulheit, Motivationslosigkeit, Disziplinlosigkeit, schlechtes Zeitmanagement, aber auch übermässiger Perfektionismus. Es ist wichtig, dass man sich über die Quelle des Prokrastinierens bewusst wird, denn dadurch kann leichter ein Gegenmittel gefunden werden. Ich stelle euch jetzt 7 Lösungsansätze vor:

  • #1: Plane nicht zu lange, sondern handle

Für viele, verkopfte Leute ist es wichtig, dass der Vorgang des Planens nicht zu lange gestaltet wird. Eine sehr nützliche Anleitung um die sogenannte „Analysis-Paralysis“ zu stoppen, findet man auf how-to-stop-procrastinating.org:


„In order to overcome analysis paralysis you're going to apply the 25-25-50 formula. This formula states that you're going to spend 25% of your time gathering and studying information, you're going to spend 25% of your time analyzing how others have successfully applied the information you've being reading about, and you're going to spend 50% of your time acting.” (http://www.how-to-stop-procrastinating.org/analysis-paralysis/)

  • #2: Setze dir kleine Etappenziele

Wie bereits im Artikel über Zielsetzung besprochen, ist es sehr wichtig, dass man sich grosse Ziele in kleine Häppchen aufteilt. Oft passiert es, dass man mehr Aufgaben zu erledigen hat, als es möglich erscheint. Ironischerweise geschieht es meistens in diesen Momenten auch, dass man sich gelähmt fühlt und die Pflichten aufschiebt.

Hier kann man einen dreistufigen Prozess durchführen:

  1. Eliminieren
  2. Delegieren
  3. Verhandeln

Unter Zeitdruck müssen viele Sachen gestrichen werden. Dies ist im Stress nötig, denn viele Sachen sind nicht lebensnotwendig. Ein Resultat des Eliminierens ist in meinem Fall oft, dass ich mich vor den Prüfungen vergesse zu rasieren, zuhause lerne und mein Sportpensum auf das Minimum reduziere.

„Delegieren“ bedeutet, dass man andere für sich arbeiten lässt. Ein Beispiel wäre hier, dass man sich Zusammenfassungen von Mitstudenten organisiert oder auch Nachhilfe, möglicherweise auch Ghostwriter engagiert.

Zum Schluss bleibt nur noch das Verhandeln – manchmal schafft man es einfach nicht, alles unter einen Hut zu bringen. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt und manchmal muss man den Professoren und Professorinnen auch schöne oder traurige Augen machen, um eine Verlängerung der Deadline zu erkämpfen J

  • #3: Mach nur den ersten kleinen Schritt

Dieser Schritt ist relativ selbsterklärend. Oft genügt der erste kleine Schritt, um in Fahrt zu kommen. Das Aufräumen von einem Teller kann oft zu einer sauberen Wohnung führen.

„You don’t have to see the whole staircase, just take the first step.“ (Martin Luther King Jr.)

  • #4: Beginne den Tag mit der schwersten Aufgabe

 „Do the hard jobs first. The easy jobs will take care of themselves.“ (Dale Carnegie)

Oft schieben wir die Aufgaben auf, welche uns emotional belasten. So fühlt man sich am unwohlsten, wenn man für eine Prüfung lernen muss, die besonders schwer erscheint. Im Unternehmertum sind es oft Sachen wie das Schreiben von Werbung oder Verkaufsanrufe. Es ist wichtig, genau diese Herausforderungen anzunehmen, denn sie sind es, die grosse Freude und Erfolge bringen.

  • #5: Entscheide dich schnell

Wir kennen alle das Spiel von Kopf oder Zahl, wo der Zufall uns eine belastendende Entscheidung abnimmt. Es muss stets eine Entscheidung getroffen werden, sei sie richtig oder falsch, das Wichtige ist, dass man sich nicht nicht von den Optionen lähmen lässt.

„In a moment of decision, the best thing you can do is the right thing to do, the next best thing is the wrong thing, and the worst thing you can do is nothing“ (Theodore Roosevelt)

  • #6: Aufschieber-itis als Angst vor Erfolg und Misserfolg

„Procrastination is the fear of success. People procrastinate because they are afraid of the success that they know will result if they move ahead now. Because success is heavy, carries a responsibility with it, it is much easier to procrastinate and live on the “someday I’ll” philosophy” (Denis Waitley)

Es ist nötig zu handeln, um zu sehen, an welchem Punkt auf der Reise zum Erfolg man sich befindet. Viele Leute fürchten sich vor Erfolg, weil sie nicht wissen, ob sie es ertragen würden, dass sich Sachen in ihrem Leben verändern. Andere Leute fürchten Misserfolg, weil sie Angst haben von ihrem Umfeld verurteilt zu werden. Mach nur den ersten kleinen Schritt in Richtung Erfolg und lass dich nicht von deinen Gedanken lähmen!

  • #7: Beende, was du angefangen hast

Ironischerweise habe ich genau bei diesem Punkt Facebook aufgemacht und begonnen einen Artikel über Sport zu lesen – das Unterbewusstsein ist ein witziges Instrument.

Viele Leute sind schnelle Starter und schlechte Finisher und haben die nötige Ausdauer nicht, um ein Projekt fertigzustellen.

„Much of the stress that people feel doesn’t come from having too much to do. It comes from not finishing what they started.” (David Allen)


Schreibe von Zeit zu Zeit eine Liste von Dingen, die du beenden wolltest, aber nie gemacht hast - für mich ist das genau dieser siebte Punkt und ich danke dir herzlich für die Aufmerksamkeit, die du diesem Artikel gewidmet hast!

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